Samstag, 13. Januar 2018

Wochenendfutter


Wochenende starte ich am liebsten mit gemütlichem Essen, wobei gemütlich schon beim Kochen anfängt. Die Regeln:

1. Juhuuu! Freitag!
2. raus aus der Arbeit, rein in die Küche!
3. Küchenwein!
4. Zeit lassen.
5. aber keine vier Stunden.
6. einigen wir uns auf anderthalb bis zwei.
7. begleitet von 3.) und Küchenmusik.
8. ein Gang, maximal eine kleine Vorspeise.
9. ok, wenn es sich ausgeht und der Vorrat was parat hat, eine kleine Nachspeise.
10. Tiefkühltruhe hilft.
11. Hauptrolle ist der Hauptgang!
12. Klassiker gerne gesehengessen.
13. -> 1.)

Dieses Wochenende startet mit:

Crespelle mit Bolognesefüllung

 
Crespelle mit Bolognesefüllung
Für 4 Personen
aus der Tiefkühltruhe
600g Bolognese (unbedingt die ganze oder doppelte Menge kochen, man kann nie genug Bolognese im Vorrat haben)

Pfannkuchen
(hier schadet ein bisschen mehr als benötigt auch nicht. Ich frier sie ein für Pfannkuchensuppe oder für die nächsten Crespelle)
125g Mehl
250g Milch
2 Eier
1/2 TL Zucker
1 Prise Salz
25g flüssige Butter (geschmolzen und etwas abgekühlt)
Öl oder Butterschmalz zum Ausbacken

Mehl, Milch, Eier, Zucker und Salz mischen, die flüssige Butter zugeben und zu einem glatten Teig rühren. Mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.

In einer gefettenen Pfanne dünne Pfannkuchen backen.

Bechamel
20g Butter
20g Mehl
50 ml Weißwein
250ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskat
50g fein geriebener Parmesan

Butter schmelzen, Mehl dazugeben und bei kleiner bis mittlerer Hitze anschwitzen. Keine Farbe nehmen lassen.  Mit dem Weißwein ablöschen. Milch dazugeben, unter Rühren andicken lassen, 15 min. bei niedrieger Hitze köcheln lassen. Den Parmesan unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken.


Crespelle fertigstellen
Etwas Tomatensauce oder passierte Tomaten (ca. 5 EL)
100g geriebenen Bergkäse

Ofen auf 200°O/U  vorheizen.

Pfannkuchen dünn mit der Bolognese bestreichen und aufrollen. Die Rollen 10 min. liegen lassen, dann in 4 cm Stücke schneiden.

Eine Auflaufform mit ein wenig Tomatensauce und Bechamel ausstreichen. Die Bolognese Röllchen mit der Schnittfläche nach oben einschichten, mit der Bechamel begießen und dem Käse bestreuen. Ca. 25min im Ofen gratinieren.

Nicht zu dunkel gratiniert kann man die Crespelle auch gut portionsweise einfrieren und dann gefroren bei 200° in ca. 25 min. aufbacken.

Vor- und Nachspeise gab es keine. Aber wenn hätte ich gerne:
vorher: Mediterrane Gemüsesülze  (Donnerstag ist ja Vizefreitag, da könnte man...)
nachher:Schokopudding

Lasst es Euch gut gehen!



Donnerstag, 4. Januar 2018

Tschüß 2017, moin 2018!

Das war es dann also mal wieder. Nachdem wir alle uns nach den Weihnachtsfeiertagen direkt zwischen den Jahren wiedergefunden haben, sind wir nach kurzer Zeit dann mitten in den unvermeidlichen  Jahreswechsel und ins Jahr 2018 gerutscht. Hoffentlich ohne größere, nennenswerte Blessuren, nicht zu utopische, nicht umzusetzende Vorsätze (die enden nämlich meistens irgendwann in Resignation, schlechtestenfalls in Frustration), aber dafür mit allerbester Laune und vielen guten Gedanken.

Jahreswechsel also. Das kann auch ganz Profanes bedeuten, wie zum Beispiel das saisonale, unermüdliche Aufkeimen der Diskussion um den Sinn und Unsinn "privater" Feuerwerke oder die oft auf den letzten Drücker  stattfindende Beantwortung der Frage "Was machen/essen/trinken wir an Silvester?" oder einfach nur die Hauptkonjunktur einiger Wirtschaftszweige, wie zum Beispiel des Bäckerhandwerkes. Jawohl, richtig gelesen, Bäckerhandwerk. Denn auch wenn Berliner (Krapfen, Krebbele, Pfannkuchen,...)  eigentlich ganzjährig in unseren Bäckereien angeboten werden, werden hier in Norddeutschland zu keiner Zeit so viele gegessen wie zum Jahreswechsel. Woanders finden sie auch in der Faschingszeit rasenden Absatz, aber da sich hier „oben“ nicht unbedingt das Zentrum der Karnevalisten befindet, klingeln von Rosenmontag bis Aschermittwoch nicht unbedingt die Bäckerkassen aufgrund einer schier unendlichen Berlinernachfrage.

Ich erinnere mich noch an die Silvester meiner Kindheit, an denen meine Mutter, ihres Zeichens erfolgreiche Verkäuferin in einer Bäckerei, nach Feierabend des 31. Dezember das ganze Haus mit dem Duft von Berlinern erfüllte. Erstaunlicherweise konnte der süße, fettlastige Geruch, in dem sie den ganzen Tag verbracht hatte, sie nach einer langen, heißen Dusche und einem kräftesammelnden Schlaf nicht davon abhalten, zum „Prosit-Neujahr-Sekt“ einen der mitgebrachten Berliner genüsslich zu verspeisen.
Und so sind diese süßen Teilchen für mich seit jeher untrennbar mit dem Jahreswechsel verbunden, noch viel mehr als der obligatorische Blubber ;-).

Schon einige Male habe ich seitdem Berliner auch selbst gebacken. Mal zu dunkel, mal innen zu roh, mal mit Marmelade, mal ungefüllt und manchmal gar nicht so übel hab ich sie schon hinbekommen...und einmal sogar an einem anderen Tag als Silvester.
Und natürlich würde ich nicht so weitschweifend über dieses Thema schreiben, wenn ich mich nicht auch in diesem Jahr mal wieder daran versucht hätte.

In diesem Jahr ist neben meinen langjährigen Backbegleitern, den beiden Sauerteigen aus Roggen- und aus Weizenmehl, ein weiterer Trieb“Täter“  bei mir herangewachsen und heimisch geworden: der Lievito Madre (kurz LM). Es handelt sich hierbei um einen italienischen, festen Weizensauerteig, der aufgrund seines geringeren Säure- und höheren Hefeanteils besonders gut für helle und auch süße Gebäcke geeignet ist. Herangezogen habe ich ihn nach dieser Anleitung, es gibt aber auch andere Möglichkeiten einer Neuzüchtung, z.B. bei Raumteperatur. Wer mehr Interesse daran hat, kann hier einiges nachlesen oder sich in entsprechenden fb-Gruppe dazu austauschen.

Auf der Suche nach einem passenden Rezept für Berliner ausschließlich mit LM und ohne zugesetzte Hefe bin ich auf diverse Vorlagen aus Italien gestoßen. Mit Hilfe meiner rudimentären, zwanzig Jahre alten und seitdem nie wieder aufgefrischten Italienischkenntnisse sowie einigen Erfahrungen und angelesenen Hinweisen zum Thema LM und Süßgebäcke habe ich mich dann für folgende Zutaten und Vorgehensweise entschieden:

Montag, 1. Januar 2018

Freitag, 29. Dezember 2017

180° Fingerfood - Endspurt!



Für 2017 und unsere180° Fingerfood Reihe. Nach den Feiertagen ein bisschen leichter, zumindest zum Teil ;-):

Montag, 25. Dezember 2017

Die Nacht der Lieder

unverbindliche Illustration
Es gibt kaum eine bessere, schönere, stimmungsvollere und sinnvollere Vorbereitung auf Weihnachten, als die Nacht der Lieder. Initiiert von Joe Bauer dem als Kolumnisten getarnten Stadtschreiber. Und einmal im Jahr Kurator für die "große Benefiz-Show zugunsten der Aktion Weihnachten e.V.".

Diese Aktion widmet sich vorrangig den Menschen, die die Plattitüde vom "reichen Land, das wir sind" in ihrer Situation nur sehr eingeschränkt verstehen.  Ein Thema also, dem sich jedes Dasein in bürgerlicher Fragilität nicht gänzlich verschließen sollte. Außerdem ist das Programm immer ein bisschen Leistungsschau aus dem "Global Village". 

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