Dienstag, 27. Januar 2015

Wein oder Schuhe - das ist die Frage



Hin und wieder mach ich mir den Spaß und bestelle beim Händler meines Vertrauens eine unbekannte Flasche aufgrund ihrer Beschreibung im Katalog mit oder lasse mir vom freundlichen Weinberater einen Wein empfehlen, den ich noch nicht kenne.

Ich kann diese Vorgehensweise nur empfehlen, denn erstens kann man seinen Weinhorizont nur erweitern, wenn man nicht ausschließlich um die Weine kreist, die man schon seit ewigen Jahrgängen im Glas hat. Und zweitens kann man den Weinhändler testen, inwieweit er den Geschmack seines Kunden einzuschätzen versteht. Oder ob er so etwas zum Anlass nimmt, ein überteuertes überlagertes Schätzchen noch an den Mann zu bringen.

Bei der folgenden Empfehlung interessierte mich dann auch, ob die Händlerlyrik nachvollziehbar ist, z.B. das "…mit kräftigem Biss und dicht gepackt am Gaumenentree …". Kurzfristig verliere ich mich ein wenig in der Überlegung, ob das dicht gepackte Gaumenentree vielleicht das Resultat einer Übersetzungsmaschine sei. Diese interessante Wendung bezieht sich auf den

2011 Ataulfos
Bodegas Jiminez Landi, D.O. Mentrida, Spanien

Also nichts wie ins Glas mit ihm - und dann, wie ich es auf einer Veranstaltung des WSET gelernt habe, immer entlang der Weinbeschreibungsvierfaltigkeit von Farbe-Nase-Gaumen-Abgang. Ordnung muss sein. Und die Farbe ist so was von tiefdichtdunkelrotundurchsichtig, ein schwarzes Loch, das nur darauf lauert, jedes vorblitzende Fitzelchen Licht zu absorbieren.

Danach kommt das Riechen dran und … : Meine Damen und Herren, Sie riechen, dass Sie nichts riechen! Wieso? Das kann doch nicht sein? Bei dem Preis? Also noch mal genauer. Ja so ein bisschen Beeren und so etwas Wächsernes. Aber sonst…

Gut Ding will Weile haben. Der Wein geht in die Karaffe und wird erstmal ignoriert. Na gut, einen Schluck kann ich ja schon mal nehmen. Der ist ziemlich hart, tanninstreng, Holz wie vom Flohmarktnachtschränkchen.

Freitag, 23. Januar 2015

Abstufungen



Der Guide Michelin macht es sich einfach und kommt mit bis zu drei „*“ und dem BIP Gourmand klar. Gault Millau benötigt theoretisch fast zwanzig Punkte, wobei es realistisch betrachtet dann doch nur die Spanne von 13 bis 19,50 ist. Dann gibt es anderweitig noch eine Anzahl von ganzen und halben Effs, reizende Kochmützen oder unvollständige Bestecksätze.
Letztlich geht es immer um die Frage, wie jemand ein Restaurant empfunden hat, verbunden mit der strukturierten Empfehlung, wie es der Besucher wahrzunehmen hat.
Einer der Nachteile dieser Systematik ist, dass damit nur ein Bruchteil des richtigen Lebens abgebildet wird. Selbst ich als Seniorpraktikant bin bisweilen gezwungen, in Etablissements zu verkehren, die unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der eingangs skizzierten Gastroführer liegen. Und dieses Schicksal teile ich vermutlich mit vielen unserer Mitstreiter; okay außermit Buschi (*zwinker).
Deshalb, auch zur niederschwelligen Verwendung, meine Universalbegriffe:  

Dienstag, 20. Januar 2015

Süß II

Süßer Jahresstart bei 180°! Nussig-schokoladig bei der Suse in der NL Nord, exotisch-fruchtig bei mir in der NL Süd. Und wir sind gespannt, mit was uns der Praktikant als nächstes überrascht…

Meine Anregung kommt aus einem neu erworbenen Kochbuch „Einfach Bumann“. Beim ersten Durchblättern sehr nett, das Dessert allerdings hat mich für Silvester regelrecht angesprungen. Und insbesondere das Sorbet ist ein Knaller, so schön cremig fluffig. Ich nehme an, das ist der Ananas zu verdanken.
Im Original wird noch ein Bounty selbst gebastelt, das war mir zu aufwändig. Ich hab noch eine Mousse au Chocolat gemacht, wir waren uns allerdings einig, dass es die nicht wirklich gebraucht hätte. Künftig würde ich sie weglassen, die Kombination ist einsmitsternchen:

Freitag, 16. Januar 2015

Moinsen!




Gefühlt ist es doch erst wenige Tage her, dass wir uns in die traditionelle Jahreswechselpause verabschiedet haben und schon sind wir wieder da. Gut erholt, gut vorbereitet und gut gelaunt starten wir in ein hoffentlich ganz bestimmt tolles neues Blogjahr. Gute Vorsätze haben wir gar nicht erst definiert, die halten sowieso nicht lange und da haben wir die Energie in wichtigere Dinge investiert. Oder glaubt jemand im Ernst, dass Gottfried es schafft, seine Blogbeiträge termingerecht einzustellen? Seht Ihr? Und ich werde es auch nienicht schaffen, meine Beiträge kürzer zu gestalte. Wenn ich erstmal so richtig in Fahrt bin…

In der Niederlassung Nord startete 2015 wie all die anderen Jahre zuvor mit einem Anlass zu Feiern. Nach Lust und Laune wird der Geburtstag von Herrn Suse ganz unterschiedlich begangen. In diesem Jahr hat er sich das „volle Programm“ gewünscht, was bedeutet, dass bereits zur Kaffeezeit die ersten Gäste erwartet wurden.
Unsere Stammleserschaft weiß natürlich, dass Torten nicht unbedingt zu unserem Hauptrepertoire im Blog gehören, was natürlich nicht heißen soll, dass wir uns da nicht –wie bei allem- besonderer Mühe geben. 

Anlässlich des Geburtstages des besten und liebsten Ehemannes habe ich also seinem Wunsch entsprochen und aus Biskuit und Sahne einen Kaffeebegleiter zusammen geklöppelt.
Ich habe mich für einen Klassiker unserer Region entschieden, nämlich für eine Buchweizentorte. Sie wird hier traditionell mit Preißelbeeren und Sahne gefüllt. Die herbsüßen Beeren passen perfekt zum nussig-würzigen Buchweizen und die Sahne lässt die Aromen quasi auf der Zunge zergehen.
Rezepte für den Boden gibt es in unzähligen Varianten. Ich habe eine gewählt, bei der auf die Zugabe von Weizenmehl und Stärke komplett verzichtet wird. Somit ist die Torte auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet.

Überhaupt habe ich Buchweißenmehl in letzter Zeit immer mehr für mich entdeckt. Crêpes schmecken damit nämlich auch ganz hervorragend und vielseitig einsetzbar.
 
Nun aber erst einmal zur 

Donnerstag, 1. Januar 2015

2015!


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